In den nachfolgenden Diagrammen möchten wir Ihnen aktuelle Auswertungen zu den Behandlungszahlen und Erfolgsaussichten in unserem Zentrum vorstellen. Selbstverständlich beraten wir Sie ausführlich zu Ihren individuellen Chancen im Rahmen der Arztbesuche.

Wir sind überzeugt, dass unsere Ergebnisse nicht nur die technische Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Arbeitsbereiche und die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter widerspiegeln, sondern auch unsere Freude, Paare auf dem Weg zu einem eigenen Kind begleiten zu dürfen.

Behandlungszahlen

anzahl 2016

Abb. 1. Behandlungszahlen

Nach steigenden Behandlungszahlen im Kinderwunschzentrum Regensburg bis zum Jahre 2003 kam es 2004 bundesweit zum Abfall von IVF/ICSI-Punktionen um fast 50%, bedingt durch Änderungen der Kostenübernahme (Gesundheitsmodernisierungsgesetz). Inzwischen sind wieder höhere Behandlungszahlen zu verzeichnen.

Nach Trennung und Gründung von KITZ. - KinderwunschTherapie im Zentrum 2011 sind nahezu unveränderte Behandlungszahlen zu verzeichnen. Mit dem Ergebnis von 1500 reproduktionsmedizinischen Maßnahmen zählt KITZ. zu den größeren IVF-Zentren Deutschlands (Punktionen, Kryozyklen, Inseminationen).

Schwangerschaftsraten

Die national und international gängige Bezugsgröße der Erfolgsraten von Maßnahmen der künstlichen Befruchtung sind die klinischen Schwangerschaftsraten pro Embryotransfer (Übertragung von Embryonen).


Abb. 2. Schwangerschaftsraten nach Embryotransfer

Die klinischen Schwangerschaftsraten nach Embryoübertragung konnten seit Beginn der Kinderwunschbehandlungen in Regensburg 1993 von knapp über 20 % auf 41,4 % im Jahre 2013 im KITZ. gesteigert werden. Die Schwankungen im Verlauf der 20-Jahres-Periode sind durch die unterschiedliche Altersstruktur der Patientengruppen in den einzelnen Jahren bedingt.
Nach der Neugründung von KITZ.-KinderwunschTherapie im Zentrum sind die klinischen Schwangerschaftsraten pro Transfer weiter gesteigert worden.
Die zunehmend besseren Ergebnisse in den letzten Jahren gehen im Wesentlichen auf die Anwendung innovativer Labortechniken wie EmbryoScope und reduziertem Sauerstoff zurück.

In den letzten Jahren hat die Übertragung nur eines Embryos (Single Embryotransfer) deutlich zugenommen. Die Schwangerschaftsraten pro Embryotransfer sind deshalb im Vergleich zum früheren Transfer von zwei Embryonen durch bessere Kulturbedingungen und vor allem bei den Kryozyklen durch das Verfahren der Vitrifikation angestiegen.


Abb. 3. Schwangerschaftsraten pro Transfer in unterschiedlichen Altersgruppen

Erwartungsgemäß nehmen die klinischen Schwangerschaftsraten pro Transfer mit zunehmendem Alter ab. Bei Frauen unter 30 Jahren erreichen wir Schwangerschaftsraten von 52 %, die im Vergleich zu den Angaben des deutschen IVF-Registers für diese Altersgruppe um nahezu 15 % höher liegen. Mit zunehmendem Alter sinken die Schwangerschaftsraten, aber auch im Alter von nahezu 40 Jahren konntne in den letzten Jahren Schwangerschaftsraten um 30 % in den letzten Jahren dokumentieren. Bei Frauen über 40 Jahren wurden Schwangerschaftsraten von nahezu 20 % möglich (Abb. 3).

diagramm-3Abb. 4. klinische Schwangerschaftsraten pro Transfer in Abhängigkeit von der Anzahl der Behandlungsversuche

Klinische Schwangerschaften von nahezu 30 % ließen sich seit der Einführung der künstlichen Befruchtung in Regensburg (Auswertungs-Zeitraum: 2000-2010) auch im 8. oder 9. Behandlungsversuch erreichen. Eine englische Studie hat vor Jahren ähnliche Ergebnisse bis zum 8. Behandlungs-versuch dargestellt.
Eine Begrenzung der Kostenerstattung auf drei Behandlungsversuche, wie es von den gesetzlichen Krankenkassen gehandhabt wird, ist demnach medizinisch nicht durch sinkende Erfolgsaussichten ab dem dritten Versuch begründet.

Kryokonservierung

Das Einfrieren (Kryokonservierung) von Eizellen, Vorkernstadien und Embryonen hat in den letzten Jahren durch den erfolgreichen Einsatz der Vitrifikation (Verglasung) beträchtlich zugenommen.

Durch eine Eizellentnahme (Punktion) können mehrere Embryoübertragungen (Transfere) durch Frischzyklus und Auftauzyklen erfolgen, so dass nacheinander mehrere Schwangerschaften entstehen können. Diese „Anhäufung“ nennt sich kumulative Schwangerschaftsrate nach Punktion. Sie betrug für das Jahr 2013 für IVF/ICSI-Behandlungen über alle Altersgruppen durch den Effekt der Vitrifikation in unserem Zentrum 51,4%.


schwangerschaftsraten nach vitrifikation 2014
Abb. 5. Kumulative klinische Schwangerschaftsraten pro Vitrifikation (n=231) nach Auftauen von MII-Eizellen, Vorkernstadien und Blastozysten (Veröffentlichung: Seifert B et al. Die Vitrifikation von Eizellen, Vorkernstadien und Blastozysten verbessert die kumulative Schwangerschaftsrate pro Punktion im Rahmen eines IVF-Programms. J Reproduktionsmed Endokrinol 2016; 13 (1))

 

Im Rahmen einer Studie zur Validierung der Vitrifikation wurden von 356 Patienten 312 Auftauzyklen im Zeitraum von 01/2012 bis 05/2014 ausgewertet. Die höchsten kumulativen Schwangerschaftsraten wurden mit Blastozysten (72,3%) erzielt. Das Einfrieren von Eizellen und Vorkernstadien war mit 48% ebenfalls sehr erfolgreich (Abb.5).


kumulative schwangerschaftsrate vitrifikation 2014
Abb. 6. Kumulative klinische Schwangerschaftsraten pro Punktion aller Entwicklungsstadien nach IVF/ICSI-Behandlung (Veröffentlichung: Seifert B et al. Die Vitrifikation von Eizellen, Vorkernstadien und Blastozysten verbessert die kumulative Schwangerschaftsrate pro Punktion im Rahmen eines IVF-Programms. J Reproduktionsmed Endokrinol 2016; 13 (1))

Über mehrere Kryozyklen kann mit einer Eizellentnahme (Punktion) in 71,1% eine Schwangerschaft erreicht werden. Die Kryozyklen werden in der Regel als Single Embryotransfer vorgenommen (Abb. 6).

 

Erfolgsraten nach Präimplantationsdiagnostik

Die Untersuchung von Eizellen (PKD) und Blastozysten (PID) gilt als Schwerpunkt von KITZ.
Die genetische Diagnostik erfolgt arbeitsteilig durch das Zentrum für Humangenetik Regensburg (Frau Prof. Dr. med. Ute Hehr) und das Medizinisch Genetische Zentrum (MGZ) München (Frau Prof. Dr. med. Holinski-Feder).

kumulative klinische ss rate pkd pid 2017 

Abb.7. Kumulative klinische Schwangerschaftsraten pro Punktion und Abortraten nach PKD und PID (Stand: 5/2017)

Die PKD für monogene Erkrankungen beinhaltet Ergebnisse mehrerer Jahre. Aktuell wird sie nur bei spätmanifesten monogenen Erkrankungen durchgeführt. Die hohe Abortrate ist erwartet, da ausschließlich die monogene Erkrankung diagnostiziert wird. Es erfolgt in der Regel der Transfer von 2 Embryonen.
Durch die Aneuploidiediagnostik durch PKD mit Single Embryotransfer werden bei Frauen höheren Alters und nach mehreren Aborten hohe Schwangerschaftsraten (70%) mit niedriger Abortrate erzielt.
Die PID bei Translokationen oder monogenen Erkrankungen ist mit 68% und 71% Schwangerschaftsraten sehr erfolgreich. Bemerkenswert ist die niedrige Abortrate (Abb.7).






Erfolgsraten

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